Damit aus anspruchsvollen Vorhaben belastbare Ergebnisse werden.
herriger & partner begleitet Unternehmen, Organisationen und Initiativen bei der Analyse, Entwicklung und Umsetzung von Projekten an der Schnittstelle von Technik, Wirtschaft und Kommunikation.
Viele anspruchsvolle Projekte scheitern nicht an einer einzelnen Ursache, sondern an ungenügender Verbindung von Systemverständnis, Marktbezug, Umsetzungslogik und Kommunikation.
herriger & partner entwickelt belastbare Lösungen für genau diese Schnittstellen: von der Analyse einer komplexen Ausgangslage über die strategische Strukturierung bis zur kommunikativen und operativen Umsetzung.
Der Fokus liegt auf Aufgaben, in denen technisches Verständnis, strategisches Denken, unternehmerische Realitätsnähe und klare Kommunikation zusammenkommen müssen.
«Technik, Wirtschaft, Organisation und Kommunikation müssen zusammengeführt werden. Erst dann entsteht aus einem Potenzial ein tragfähiger Entwicklungsweg.»
— Georg O. Herriger
Drei Projekte, die den Leistungsansatz von herriger & partner konkret illustrieren — in unterschiedlichen Bereichen, mit unternehmerischer Mitverantwortung.
Georg O. Herriger verbindet ingenieurtechnischen Hintergrund (ETH Zürich), strategische Projektentwicklung und langjährige Erfahrung in der Kommunikation komplexer Vorhaben.
Er begleitet Projekte und Organisationen dort, wo komplexe Sachverhalte nicht nur verstanden, sondern in tragfähige Strategien, glaubwürdige Positionierungen und realisierbare Umsetzungsschritte überführt werden müssen — analytisch, strukturiert, unabhängig.
Transformation komplexer Systeme: Analyse, Strukturierung und Entwicklung von Vorhaben mit hohen Anforderungen an Systemverständnis, Realismus und Koordination unterschiedlicher Interessen.
Industrial Ecology & Bluefield Transformation: Entwicklung von Ansätzen zur Vernetzung industrieller Prozesse, zur Nutzung von Nebenströmen und zur Weiterentwicklung bestehender Industriegebiete zu integrierten industriellen Ökosystemen.
Aquakultur: Beurteilung, Entwicklung und Begleitung von Aquakulturprojekten mit Fokus auf biologische, technische, wirtschaftliche und marktbezogene Plausibilität.
Strategische Kommunikation: Kommunikative Begleitung komplexer Projekte, Unternehmen und Institutionen, insbesondere in technisch geprägten oder erklärungsbedürftigen Kontexten.
Verdichtete Einordnungen zu Themen, die für die strategische Entwicklung und Umsetzung anspruchsvoller Projekte relevant sind.
Alle sechs Beiträge im Volltext.
Warum gute Projekte nicht linear entstehen
Komplexe Vorhaben scheitern selten an nur einem einzelnen Faktor. Häufig sind es nicht offensichtliche Wechselwirkungen zwischen Technik, Wirtschaft, Organisation, Akteuren, Zeitlogik und Kommunikation, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Ein Vorhaben kann technisch überzeugend sein, ohne wirtschaftlich tragfähig zu sein. Es kann wirtschaftlich plausibel erscheinen, ohne organisatorisch vorbereitet zu sein. Es kann intern verstanden werden, ohne extern anschlussfähig kommuniziert zu sein.
Erfolgreiche Transformation beginnt mit einer nüchternen Analyse der Ausgangslage. Wesentlich ist die Unterscheidung zwischen Potenzial und Projekt: Zwischen einer interessanten Idee und einer tragfähigen Projektarchitektur liegen zahlreiche Klärungen — technische Plausibilität, Marktbezug, Rollenverständnis, Ressourcen, Governance und Kommunikation.
Transformation komplexer Systeme verlangt einen integrierten Blick. Technik, Wirtschaft, Organisation und Kommunikation müssen zusammengeführt werden. Erst dann entsteht aus einem Potenzial ein tragfähiger Entwicklungsweg.
Warum Verständlichkeit, Glaubwürdigkeit und Präzision über Erfolg mitentscheiden
Kommunikation wird in Projekten oft erst dann systematisch beachtet, wenn Widerstände auftreten. Das ist zu spät. In komplexen Vorhaben ist Kommunikation nicht nur Begleitung, sondern Teil der Architektur.
Gute Kommunikation strukturiert Verständnis. Wer ein Projekt präzise erklären muss, ist gezwungen, Ziele, Logiken, Abhängigkeiten und Unsicherheiten sauber zu fassen.
Technische Projekte scheitern kommunikativ oft daran, dass sie entweder zu abstrakt oder zu vereinfacht dargestellt werden. Gefragt ist eine Kommunikation, die Komplexität nicht leugnet, aber dennoch Orientierung schafft.
Kommunikation gehört nicht an den Rand komplexer Vorhaben, sondern in ihr Zentrum.
Warum Projekte nicht an einer Idee, sondern an falschen Annahmen scheitern
Aquakulturprojekte versprechen regionale Produktion, Versorgungssicherheit und Innovation. Gleichzeitig handelt es sich um Vorhaben mit hoher biologischer, technischer, betrieblicher und wirtschaftlicher Komplexität.
Biologische Logik (Fischart, Besatz, Wachstum), technische Logik (Systemarchitektur, Redundanz), wirtschaftliche Logik (Investition, Betriebskosten) und Marktlogik (Produkt, Preisrealisierung) müssen miteinander verbunden werden.
Unrealistische Produktionsmengen, unzureichend abgestützte Preisannahmen, ungenügend integrierte Technik. Business Cases mit Idealwerten statt robuster betrieblicher Realität.
Erfolgreich sind nicht jene Projekte, die am ambitioniertesten klingen, sondern jene, deren biologische, technische, wirtschaftliche und marktbezogene Logik tatsächlich zusammenpasst.
Vom Stoffstromdenken zur strategischen Entwicklung von Wirtschaftsstandorten
Industrial Ecology wird oft vor allem mit Stoffströmen, Abwärme und Ressourceneffizienz verbunden. Der Ansatz entfaltet sein eigentliches Potenzial dort, wo er als Entwicklungsperspektive für ganze Standorte verstanden wird.
Der Ansatz fragt nicht nur, wie ein einzelner Betrieb sparsamer werden kann, sondern wie in einem räumlich und funktional verbundenen Umfeld neue Nutzenbeziehungen entstehen können. Chancen für gemeinsame Energienutzung, Verwertung von Nebenströmen und Erhöhung regionaler Resilienz.
Industrial Ecology funktioniert nicht im Alleingang. Kooperation beginnt in der Regel mit niederschwelligen Sondierungen — erst daraus können belastbare Projekte entstehen.
Industrial Ecology ist nicht nur ein Umweltkonzept, sondern ein strategischer Ansatz zur Weiterentwicklung von Standorten.
Entwicklung bestehender Industrieareale als strategische Chance
Wirtschaftliche Entwicklung wird oft noch immer vor allem mit Neubau und Flächenentwicklung auf der grünen Wiese assoziiert. Demgegenüber richtet Bluefield Transformation den Blick auf bestehende Industrie- und Gewerbestandorte.
Bluefield Transformation bedeutet, bestehende Industrieareale als vernetzbare Systeme zu lesen. Hier berührt sich der Ansatz direkt mit Industrial Ecology und Industrial Symbiosis. Aus räumlicher Nähe kann funktionale Nähe werden.
Bluefield Transformation ist ein strategischer Ansatz für die Weiterentwicklung bestehender Industriegebiete. Ihr Potenzial liegt gerade darin, dass sie nicht bei null beginnt, sondern an der realen industriellen Substanz ansetzt.
Why good projects rarely proceed linearly
Complex projects rarely fail because of a single factor. Hidden interactions between technology, business, organisation, actors, timing and communication determine success or failure.
A project can be technically convincing without being economically viable. It can appear economically plausible without being organisationally ready. It can be understood internally without being communicated accessibly externally.
Successful transformation begins with a clear-eyed analysis of the starting situation. The key distinction: between an interesting idea and a viable project architecture lie numerous clarifications — technical plausibility, market relevance, role definition, resources, governance and communication.
Transforming complex systems requires an integrated perspective. Technology, business, organisation and communication must be brought together. Only then does a potential become a viable development path.
Why comprehensibility, credibility and precision co-determine success
Communication in projects is often only addressed systematically when resistance arises. This is too late. In complex projects, communication is not merely accompaniment — it is part of the architecture.
Good communication structures understanding. Anyone who must explain a project precisely is forced to articulate goals, logic, dependencies and uncertainties clearly.
Technical projects often fail communicatively because they are presented either too abstractly or too simplistically. What is needed is communication that does not deny complexity but creates orientation.
Communication does not belong at the margins of complex projects but at their centre.
Why projects fail not from a bad idea, but from false assumptions
Aquaculture projects promise regional production, supply security and innovation. At the same time, they involve high biological, technical, operational and economic complexity.
Biological logic (species, stocking, growth), technical logic (system architecture, redundancy), economic logic (investment, operating costs) and market logic (product, price realisation) must all connect.
Unrealistic production volumes, insufficiently substantiated price assumptions, inadequately integrated technology. Business cases built on ideal values rather than robust operational reality.
Successful are not the most ambitious-sounding projects, but those whose biological, technical, economic and market logic actually fits together.
From material flow thinking to strategic site development
Industrial ecology is often associated with material flows, waste heat and resource efficiency. The approach unfolds its true potential where it is understood as a development perspective for entire sites.
The approach asks not just how a company can become more efficient, but how new value relationships can emerge in a connected environment. Opportunities for shared energy use, by-product stream utilisation and increased regional resilience.
Industrial ecology does not work in isolation. Cooperation typically begins with low-threshold sounding-out conversations — from which viable projects can then emerge.
Industrial ecology is not only an environmental concept, but a strategic approach to site development.
Developing existing industrial sites as a strategic opportunity
Economic development is still often associated primarily with greenfield expansion. Bluefield Transformation directs attention towards existing industrial and commercial sites.
Bluefield Transformation means reading existing industrial sites as systems capable of being networked. Here the approach directly intersects with Industrial Ecology and Industrial Symbiosis. Spatial proximity can become functional proximity.
Bluefield Transformation is a strategic approach to developing existing industrial areas. Its potential lies in the fact that it builds on real industrial substance, not starting from zero.
The case behind the term: how an industrial area renews itself while it keeps running
An industrial area renewed while it keeps running — without an anchor company, without a crisis, without a master plan. Bluefield Transformation describes this third case alongside greenfield and brownfield: privately initiated, jointly governed by companies, science and public authorities.
The organisation behind it was founded in January 2022, building on an initiative that began in 2019, and has been developing the approach in an industrial zone in the Swiss Seeland region since. A book documenting the method is currently in preparation (as of August 2026).
The manuscript is written in German. Until publication, a short synopsis is available on request — it describes the governance structure, the actors involved and the chronology since 2019. Questions and criticism are equally welcome: Request synopsis →
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